Peter Schiff: ‚Nur Narren‘ wählen Bitcoin gegenüber Gold

Am Dienstag (24. März) sprach der berühmte Goldwanze und Bitcoin-Skeptiker Peter Schiff darüber, wie sich Gold und Bitcoin als Vermögenswerte im Jahr 2020 entwickelt haben.

Schiff ist der CEO von Euro Pacific Capital, einem registrierten Broker/Händler mit umfassendem Service, der sich auf ausländische Märkte und Wertpapiere spezialisiert hat, und Gründer und Vorsitzender von SchiffGold, einem Edelmetall-Discounter mit umfassendem Service. Er ist auch ein Mann, der gegenüber Gold extrem bullish, gegenüber dem US-Dollar bearish und gegenüber Bitcoin sehr skeptisch ist.

Schiff wies zunächst darauf hin, wie gut sich Gold nach der Finanzkrise von 2007-2008 entwickelt habe und dass es auch im Jahr 2020 inmitten der COVID-19-Krise zu funktionieren scheine:

„Während der Finanzkrise 2008 fiel #Gold um etwa 25% und brauchte 7 Monate, um einen neuen Höchststand zu erreichen. Diesmal fiel Gold nur um etwa 15% und könnte in weniger als einem Monat einen neuen Höchststand erreichen. Dies zeigt, wie viel größer diese Finanzkrise ist und wie viel rücksichtsloser die derzeitige Politik der Fed ist.“

Nach den Daten von GoldPrice.org wurde Gold am 1. Januar bei $1519,50 pro Unze gehandelt, und als Schiff diesen Tweet verschickte, handelte es um $1571,05 pro Unze, d.h. in diesem Zeitraum stieg es um 3,39%.

Neue Höhen erwartet

Schiff glaubt, dass Gold „in weniger als einem Monat ein neues Hoch“ erreichen könnte. Der Goldpreis erreichte am 23. August 2011 ein Allzeithoch von 1859,20 Dollar. Damit Gold in weniger als einem Monat ein neues Allzeithoch erreichen kann, muss es mindestens 16,19% von seinem derzeitigen Stand (d.h. $1600,76) steigen, was durchaus möglich ist.

Als nächstes verglich Schiff die Entwicklung von Gold und Bitcoin Evolution(gegenüber dem US-Dollar) im Jahr 2020:

„Nur Dummköpfe entscheiden sich für Bitcoin.  In diesem Jahr ist Gold bisher um über 7% gestiegen, während Bitcoin um 3% gefallen ist. #Gold ist nur 2% von seinem Hoch im Jahr 2020 entfernt, während #Bitcoin 35% unter seinem Hoch im Jahr 2020 liegt!“

Zum Zeitpunkt, als Schiff diesen Tweet verschickte, wurde Gold um 1594,12 Dollar pro Unze gehandelt, d.h. 4,91% mehr für den Zeitraum seit Jahresbeginn (YTD). Im gleichen Zeitraum ist der Bitcoin-Preis nach den Daten von CryptoCompare von $7189 auf $6763 gestiegen, d.h. ein Verlust von 5,92%.

Liegt Bitcoin zu 35 % „unter dem Höchststand von 2020“, wie Schiff behauptet? Nun, das Hoch von Bitcoin im Jahr 2020 kam am 14. Februar, als es $10360 erreichte; seither ist es um 34,72% gefallen, was aufgerundet 35% ergibt.

Gold hat Bitcoin im Jahr 2020 definitiv übertroffen.

Betrachtet man jedoch einen längeren Zeitraum, so hat Bitcoin den Goldpreis deutlich übertroffen, was Schiff gewöhnlich gerne ignoriert. In den letzten drei Jahren beispielsweise ist Bitcoin um 598,33 % gestiegen, während Gold nur um 28,12 % an Wert zugelegt hat.